Mit Leapmotor kommt eine elektrische Alternative
Leapmotor. Cooler Name, aber was steckt dahinter? Leapmotor ist ein chinesisches Start-up, das trotz seines erst zehnjährigen Bestehens bereits große Erfolge feiert und gekommen ist, um zu bleiben. 2023 wurden bereits 144.000 Autos ausgeliefert. Der Gedanke „ist halt noch ein Chinese“ liegt nahe, ist aber nicht ganz richtig. Denn in Leapmotor steckt ganz viel Europa. Nicht zuletzt aufgrund des Stellantis-Einstiegs.
Der Konzern, zu dem unter anderem Peugeot, Citroën, Fiat, Alfa, Jeep und Opel gehören, hält nun 51 Prozent am Newcomer. Ebenfalls europäisch: der Produktionsstandort des Kleinwagens T03. Denn der kommt aus dem polnischen Tychy. Erster Eindruck: „Jöööö, ist der süß!“ Zweiter Eindruck: „Gut, die meinen’s ernst!“ Optisch trifft der Stadtflitzer eindeutig das sogenannte Kindchenschema. Mit großen Augen, rundlicher Erscheinung, eben typischen Merkmalen eines Kleinkindes.
Im Inneren wirkt der T03 dann aber doch recht erwachsen. Die Materialien sind wesentlich besser, als man es sich bei einem Auto um rund 16.000 Euro erwartet. Die Verarbeitung ist noch einmal besser. Da klappert nix, da scheppert nix, da fasst sich alles gut an. Qualitativ kann der kleine Leapmotor also auf alle Fälle punkten. Der polnisch, französische Chinese braucht sich auch bei der Digitalisierung nicht zu verstecken. Hinter dem abgeflachten Lenkrad sitzt ein acht Zoll großer Bildschirm als Kombiinstrument. Der Infotainmentbildschirm misst zehn Zoll und hat eine unheimlich feine und exakte Darstellung. Cool: Ein Navigationssystem ist serienmäßig mit dabei. Gleiches gilt für Klimaautomatik, Glasschiebedach, Rückfahrkamera und Parksensoren. Die 15-Zoll-Alufelgen sind ebenfalls ohne Aufpreis mit dabei. Da könnten sich andere Hersteller ein Scheibchen davon abschneiden.

Navi? Hat er serienmäßig. Alufelgen? Obligatorisch. Rückfahrkamera? Auch. Klimaautomatik? Jop. Glasdach? Ebenfalls. Trotz der üppigen Serienausstattung ist es dann doch die Innenraumqualität, die am meisten begeistert.
Klein, aber oho!
Der Leapmotor T03 lässt sich mit seinen 3,62 Metern gerade in dicht besiedelten Gebieten sowie der innerstädtischen Gasserl-Landschaft perfekt manövrieren. Trotz seiner Abmessungen taugt der Stadtfloh aber ebenso für Überlandfahrten. Auch hier verhält er sich diametral zur Optik sehr erwachsen. Er liegt stabil, der Geradeauslauf ist stoisch, der Federungskomfort überraschend gut. Ebenfalls gut: Der Stadtfloh verfügt über eine Schnellladefunktion. Nicht so gut: Diese lädt den 37,3 Kilowatt großen Akku mit maximal 48 kW. Trotzdem ist der Leapmotor in nur 36 Minuten auf 80 Prozent geladen.
Aufgrund des geringen Gewichts und der effizienten Antriebstechnik kommt der 95 PS-ige T03 im Mix auf 265 Kilometer mit einer Akkuladung. Das sagt zumindest Leapmotor. Wir trauen dem Stadtfloh aber noch ein bisserl mehr zu, denn in der City kann es durchaus vorkommen, dass der T03 nur gut zehn kWh verbraucht. Ist man also ausschließlich innerstädtisch unterwegs, sind bis zu 395 Kilometer möglich.

Der Leapmotor C10 ist ein erwachsenes Familien-SUV, das neben guten Preisen auch mit höchsten Sicherheitsstandards punktet.
Wer mehr möchte, greift zum C10. Das SUV leistet 218 PS und bietet mit 4,74 Metern Länge Platz für die Familie und/oder platzintensive Hobbys. 435 bis 1.410 Liter fasst der Kofferraum. Das Design des C10 ist erwachsener als das seines kleinen Bruders. Das Interieur des großen SUV wirkt wie aus einem Innenarchitektur-Magazin. Hell, stylisch und hochwertig. Das Glasdach ist über zwei Quadratmeter groß. Digitale Armaturen sind serienmäßig, der hochauflösende Infotainmentbildschirm mit einer Diagonale von 14,6 Zoll gehört, wie das verbaute Navigationssystem, ebenfalls zur Grundausstattung dazu. Auf haptische Knöpfe verzichtet man. Eine überkomplette Grundausstattung dürfte bei Leapmotor zum guten Ton gehören.

Der Innenraum des C10 ist stilsicher, knopflos und mit viel Mut zur Klarheit entworfen. Das C10-Cockpit könnte auch die Titelseite eines Innenarchitektur-Magazins schmücken.
Dauerläufer
Besonderen Wert legt man auf die 69,9 Kilowattstunden große Batterie, die nicht nur für 420 Kilometer Reichweite gut ist, sondern auch für eine Lebensdauer von 600.000 Kilometer. Insbesondere das thermische Temperatursystem der Batterie im C10 nutzt Wärme- und Batteriekühltechnologien während der Ladung und der Entladung. Bei Leapmotor geht es also um Leistbarkeit und Langlebigkeit. Das ehrt die chinesische Marke, denn T03 und C10 sind nicht nur gut gemeint, sie sind auch gut gemacht.