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Digital Detox

Bugatti vereint Vergangenheit und Zukunft

Warum werden mechanische Zeitmesser liebevoll vererbt und digitale Uhren landen auf dem Müll? Wovon ist hier die Rede? Auf den Punkt gebracht: vom Unterschied zwischen kurz- und langlebig. Von modernem Trend und nachhaltigem Stil, von aktueller Technologie und Handwerkskunst.

Alle aktuellen Modelle auch auf

Erst kürzlich bin ich bei einer Wiederholung von Raumschiff Enterprise hängengeblieben. Der Plot der Geschichte war durchaus aktuell, die Röhrenbildschirme in der Kommandozentrale ein Relikt aus einer anderen Welt. Damals topaktuell. Gleiches gilt für David Hasselhoffs K.I.T.T. bei Knight Rider. Die Bildschirme verweisen in jeder Einstellung auf die 80er-Jahre und wirken aktuell eher irritierend auf Beobachter.

Pontiac Firebird Trans Am K.I.T.T. Cockpit

In den 80ern fanden die ersten Gehversuche der Automobilindustrie statt, digitale Anzeigen in ein Fahrzeugcockpit zu integrieren. Das Ergebnis, wie hier beim Filmhelden K.I.T.T., wirkt nach heutigen Maßstäben skurril.

Heute sind Automobile Smartphones auf Rädern. Voll vernetzt, voll digital, voll mit sinnvollen Assistenzsystemen, die Mobilität in jedem Bereich sicherer und effizienter machen. Wunderbar. Da zeigen die Entwickler und Techniker fast täglich aufs Neue, was technologisch überhaupt möglich ist. In einer Geschwindigkeit, die spannender und zukunftsweisender nicht sein könnte. Das Resultat spiegelt sich auch im Design wieder. Bildschirme, die flächendeckend zwischen den A-Säulen Fahrer und Beifahrer topaktuell informieren oder unterhalten. So geht Mobilität der Zukunft.

Mit der kleinen Einschränkung, dass sich diese Technologien und vor allem die Bildschirme binnen kürzester Zeit selbst überholen. Sowohl technisch, als auch designmäßig. Ein Bugatti Type 35 aus 1925, der damals schon 200 km/h mit schmalen Reifen auf Schotterstraßen bewältigte, wird immer ein begehrenswertes Sammlermodell höchster Handwerkskunst sein. Der Bugatti Tourbillon von 2025 ebenfalls. Aber nicht wegen seinem 8,3-Liter-V16-Motor, der zugegeben wirklich beeindruckend ist. Auch nicht wegen seiner zwei E-Motoren an der Vorderachse, die zusätzlich ein paar hundert PS bringen und damit Geschwindigkeiten von über 400 km/h ermöglichen. Nein. Er ist eines der begehrtesten Sammlerstücke, weil er auch in 100 Jahren beim Concours d’Elegance in Pebble Beach zeitlos, klassisch und stilvoll brillieren wird.

Bugatti Tourbillon Cockpit

Das Cockpit des Bugatti Tourbillon ist futuristisch gezeichnet, verzichtet aber fast vollständig auf Displays und nutzt stattdessen analoge Instrumente, die an mechanische Uhren erinnern.

Grund dafür ist die faszinierende Technik, die dank des Engagements der Bugatti Designcrew klassisch analog und mechanisch wie das Tourbillon bei hochwertigsten Zeitmessern verbaut wurde. Die Armaturentafel ist damit so einzigartig und zeitlos geworden, dass man sich niemals daran sattsehen wird können. Und trotzdem kann auf Wunsch ein kleiner versteckter Bildschirm ausgefahren werden, um zeitgenössisch alle digitalen Spielereien nutzen zu können. Der Dank gilt hier dem Firmengründer Ettore Bugatti und den jetzigen Eigentümern bzw. dem CEO der Marke, Hendrik Malinowski, dass solche Kunstwerke ohne Blick auf die Kosten entstehen dürfen.

Meine Hoffnung lebt, dass auch andere Hersteller diesen Weg kopieren. Speziell bei begehrenswerten Klassikern, wie dem Porsche 911, dem Mercedes SL, bei Bentleys Continental, bei Jaguars mutigem Relaunch oder auch beim leistbaren Roadster Mazda MX-5. All diesen Meisterwerken würde digitales Detoxing dank analoger Handwerkskunst so richtig gut tun.