Lotus Exige AMG Quentin Boylan mit Fahrzeug
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Dieser Lotus Exige sprengt die Grenzen.

Welche Optionen gibt es, wenn man gerne ein Auto hätte, das so nie gebaut wurde. Entweder, man setzt sich in eine Ecke und weint, oder man verfolgt seinen Traum und konstruiert besagtes Auto einfach selbst. Der Südafrikaner Quentin Boylan ist von dieser verrückten Sorte und baute sich seinen perfekten Lotus Exige – mit einem V8-Motor aus einem Mercedes-Benz SLS.

Lotus Exige AMG von oben

Natürlich passt der riesige 6,2-Liter-Motor nicht ohne umfangreiche Modifikationen in das Chassis eines Standard-Exige. Vom eigentlichen Fahrzeug ist nicht mehr viel übrig, denn die ganze Karosserie und das Chassis wurden speziell für diesen Umbau angefertigt. Dieser Über-Exige ist nicht nur länger als das Original, sondern auch breiter und seine Außenhaut besteht zu 100 Prozent aus Carbon. Dazu wurde ein Lotus Exige zersägt und angepasst, um die gewünschte Form zu erreichen, ein Negativ-Abzug davon gemacht und mit diesem wiederum eine komplette Kopie aus Carbon gefertigt.

Der ultraleichte Flitzer wird von einem V8-Motor angetrieben, der eigentlich in einem Mercedes-Benz SLS zu finden ist und hinter dem Cockpit als Mittelmotor – wie üblich im Exige – verbaut wurde. Dieser kommt auf eine maximale Radleistung – nicht zu verwechseln mit der Motorleistung – von 650 PS und ein Drehmoment von 710 Nm. Das originale Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe musste einem sequenziell geschalteten Sechsgang-Renngetriebe weichen, das eigentlich in der australischen V8 Supercar Serie verwendet wird. Insgesamt kommt der modifizierte Exige auf ein Gewicht von nur 1.150 Kilogramm inklusive Fahrer.

Man mag es kaum glauben: Der AMG-Exige besitzt sogar eine Straßenzulassung. Quentin Boylan ergänzt dazu: „Ich fahre damit tatsächlich auch auf der Straße, aber das bringt mich normalerweise in Schwierigkeiten.“ Kein Wunder, denn der Umbau sieht optisch dank eines riesigen Heckflügels und einer sportlich gestalteten Frontstoßstange – aber eigentlich wegen des gesamten Erscheinungsbilds – eher wie ein Rennfahrzeug aus.

Über fünf Jahre hat der Bau dieses Unikats, über die Frage nach den Kosten hält sich Boylan bedeckt: „Ich weiß die Zahl nicht, und ich will sie auch nicht wissen.“ Bekannt wurde dieser besondere Exige einer breiten Öffentlichkeit nach einem Video der südafrikanischen Auto-Plattform cars.co.za, die Quentin Boylan und sein Monster vor die Linse brachte. Aber sehen Sie selbst:

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